Mein Namens-Alptraum…

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Seit ich denken kann – böse Zungen behaupten, das sei noch gar nicht so lange – meide ich Tees mit Namen wie Kaminfeuer, -zauber und ähnlich warm klingenden Bezeichnungen. Das sind meist übersaure Früchtetees, in die Zimt und Nelken bis zum Abwinken gekloppt werden, und das mag ich einfach nicht. Nun grüßte mich ein ebensolcher aus dem Adventskalender (und als ob das nicht schlimm genug wäre, kam Schwiegermama zu Weihnachten mit einer Großpackung aus der Apotheke daher…uff). Es musste also sein…

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Der Früchtetee mit der Nummer 1456 besteht aus Hibiskusblüten, Apfelstücken, Hagebuttenschalen, Rooibos, Mandelstücken, Zimt, Aroma. Zumindest Rooibos in der Mischung kenne ich nicht, das ist ungewöhnlich. Machte letztendlich das Geruchs- und  Geschmackserlebnis nicht wirklich besser. Gleich beim Öffnen kam die superkünstliche Zimtwolke dahergewabert, die sich auch im Aufguss niederschlug. Da half es auch nichts, dass mein Mann sagte: oh, der riecht aber gut. Nee, finde ich nun eben leider nicht.

Er schmeckte dann auch vorrangig nach eben dieser Zimtnote. Den Rooibos merkt man eigentlich gar nicht. Nein, nein, und nochmals nein, warum werden solche Tees angeboten, mag das echt jemand? Ich kann hier leider nur den einen Stern von der Weihnachtskarte geben, und selbst diesen sehr ungern. No way. Bitte künstliches Zimt ab sofort verbieten! 🙂

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Es weihnachtet sehr!

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Ja, hätt ich mir mal nicht so viel Zeit gelassen beim Teetrinken, dann müsste ich den Weihnachtstee aus meinem Kalender nicht erst im neuen Jahr trinken. Doch das ist mir eigentlich egal, denn ich mag gewürzte Tees, egal, zu welcher Jahreszeit. Deshalb freute ich mich auf den Weihnachtstee mit der Nummer 999.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAIn diesem Tee, der Meistermischung übrigens (na, das was die Gesellen panschen, möchte ich auch nicht unbedingt trinken müssen…), versammeln sich schwarze Tees aus Indien und Ceylon, Orangenschalen, Aroma, Zimt, Mandelstücke, Gewürznelken und Vanillestücke.

beim Öffnen fiel mir gleich auf, dass er anders, irgendwie wertiger riecht als andere Weihnachtstees. In denen ist oft viel Nelke drin, das mag ich nicht so. Dieser Tee roch eher nach Gewürzkuchen, sanft, rund, gut. Also flugs aufgegossen und – wow. Kein Super-Mega-Überflieger, aber ein solide „parfumierter“ Tee, der eben auch so schmeckt, wie er riecht. Rund, der Schwarztee ist nicht zu stark, die Gewürze passen und die Aromen wurden eher sparsam dosiert. Ich bin total überrascht und finde, dass dieser Tee auch eine gute Chai-Basis abgeben könnte. Hier wird zu Recht von Meistermischung gesprochen. Ich ziehe tatsächlich die Höchstnote und trauere noch ein wenig meiner allzu schnell leer gewordenen Tasse nach.

Nach all dem vielen Süßkram doch etwas Obst, wenigstens in der Tasse!

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Ich hatte Lust auf einen Früchtetee und habe passenderweise einen gezogen! Erdbeer-Kiwi, die Nummer 1430 roch zwar etwas aromatisiert und auch eher nach Melone als nach Erdbeer oder Kiwi, aber das empfand ich als gar nicht übel. Zumindest roch das ganze nicht wie Toiletten-Duftspray…*lach*.

Die Zutaten dieses Tees sind: Apfelstückchen, Hibiskusblüten, Hagebuttenschalen, Aroma, Johannisbeerblätter, Kiwi-, Erdbeerstückchen, Sonnenblumenblüten.Da war es wieder, das Aroma. Naja, klar, aber ich bin gespannt, wie der fertige Tee dann mundet. Er hat auf alle Fälle eine wunderbare tiefrote Farbe, wenn man ihn mit dem gewünschten halben Liter Wasser aufgießt.

Geschmacklich, ich traue mich gar nicht, es zu schreiben, war allerdings Langeweile angesagt. Sauer ist er, zunächst angenehm, aber je mehr man trinkt, desto schlimmer wird es. Und er ist halt auch einfach nur sauer, da kommt keine andere Komponente mehr dazu. Mit etwas Süße geht es dann, und ich kann ihn mir im Sommer gut als Eisteebasis vorstellen. Trotzdem kann ich ihm leider nur 2 Punkte geben, denn das war wieder mal so ziemlich wenig Leistung für das, was das Produkt letztendlich kostet.

Ayurveda-Tee zu Weihnachten!

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Vata-Tee für mich? Nun, das war der erste Tee, den ich mir bewusst rausgesucht habe und nicht zufallsmäßig gezogen. Versprach er doch wärmende und leicht scharfe Noten, und mich hat es ziemlich gefroren an diesem Tag: Sonst bin ich eher jemand, der sein „Pitta“ ausgleichen muss als der Vata-Typ, aber schaden kann es ja nix!

Der Tee Nummer 1299 ist aus Bioanbau und enthält die folgenden Inhaltsstoffe: Süßholz, Koriander, Zimt, Ingwer, Anis, Malvenblüten. Hurra, mal kein Aroma! Das „Zeugs“, was ich da aus der Tüte geschüttet habe, sah aus wie eine Gewürzmischung, deren beste Zeiten abgelaufen sind, alles irgendwie senfgelb und ziemlich viel Koriander. So schon mal nix fürs Auge. Der Aufguss hingegen war im ersten Moment giftgrün, wie ihr hier sehen könnt, das sah sehr schräg aus – später wurde der Tee dann dunkelolivgrün.

OLYMPUS DIGITAL CAMERALeider, leider aber war der Tee mehr als mau. Süßholz halt, das ich getrunken habe, weil es gut ist für den Hals. Sonst schmeckte man aber nichts anderes heraus. Zeigt mir, dass ich doch beim Pitta-Tee bleiben sollte, aber da die Farbe so spannend war, bekommt er schweren Herzens dann doch zwei Gnadenpunkte…

K und K

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So, und nun erkläre ich Euch diese seltsame Überschrift. Das erste „K“ steht für Kräutertee. Der Bio-Kräutertee mit der Nummer 1131 ist „Lemongras“. Nicht aromatisiert, nicht irgendwie gepimpt, nein, einfach nur Lemongras. Damit koche ich gerne. „Erfrischend zitronig“ – steht hintendrauf. Ah, das hört sich toll an!

Das zweite „K“ allerdings steht für Katastrophe. Denn der Tee roch nicht zitronig und schmeckte wie aufgeweichtes Papier. Leicht süßlich und sonst nach nix. Eher wie Süßholz, aber Lemongras? Boah, nee, wenn das so schmeckt, dann bitte nie wieder! Ich war dermaßen enttäuscht und konnte – ganz ehrlich – den Tee nicht mal austrinken. Einfach nur scheußlich…

Und deswegen ziehe ich für diesen Tee meinen einmal pro Kalender einzusetzenden Teejoker, denn den kann und mag ich einfach nicht bewerten. Schade, dass ich ausgerechnet einen Kräutertee so furchtbar finden muss…

Ach Du dickes Ei!

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Und da ist er, Rooibos Nummer 3 fast in Folge. Ein Tag Schwarztee-Erholung war immerhin dazwischen! „Eierpunsch“ verheißt die Teesorte 1324, also Eierlikör. Wobei das eigentlich nicht das Gleiche ist. Aber durchaus ähnlich schmeckt! In diesem Tee finden sich Aroma, Sonnenblumen- und Malvenblüten, neben dem Rooibos-Tee natürlich.

Riechen tut er gut, sogar relativ unkünstlich. Nur leider schmeckt man von dem fragilen Aroma recht wenig, riechen tut er intensiver. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass ich im letzten Jahr einen sehr guten Eierlikör-Rooibos von einer Freundin geschenkt bekommen habe, da kommt dieser leider nicht mit, so leid es mir tut. Drei Sterne, denn er tut nicht weh – aber es gibt bessere Sorten. Auch im Rooibos-Segment.

Jetzt wirds sommerlich – im Adventskalender!

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Ach, es ist ja nur ein Traum! Ein Sommernachtstraum, um genau zu sein. Shakespeare lässt grüßen bei der nächsten Teeprobe. Die Nummer 978 soll exotisch-blumig daher kommen. Blumig ja, exotisch kann ich das nicht finden. Riechen tut der Tee auf Schwarzteebasis jedenfalls sehr gut. Daneben sind noch Aroma sowie Sonnenblumen- und Rosenblüten enthalten.

Der Tee ist sehr kräftig und das Blumenaroma, das ich eigentlich mag, ein wenig undefiniert. Es schmeckt nicht sehr intensiv nach Rose, aber irgendwie schon nach Blüten – aber ich vermute, dass das einfach das Aroma ist. Und irgendwie finde ich es auch schade, dass wirklich in jedem Tee Aroma sein muss. Ich kenne auch Tees mit Blüten, die kein Aroma beinhalten und trotzdem intensiv schmecken. Aber nun gut. Da dies definitiv ein Tee ist, den ich nachkaufen würde, bekommt der Sommernachtstraum, der auch mit einer wunderschönen Illustration versehen ist, vier Sterne.